Dienstag, 17. Januar 2017

Haushaltbuch führen oder nicht

Dieser Post sollte eigentlich schon etwas früher kommen aber aktuell ist neben der Familie und Arbeit leider kaum Zeit vorhanden.

Um effektiv zu sparen oder zu investieren sollte man meiner Meinung erstmal wissen wie hoch die wirklichen Fixkosten sind.
Das wären dann also Miete, Strom, Gas, Versicherungen, Essen, Sprit, Internet, Handy usw. Hier kommt es natürlich immer auf die individuelle Person an, wie viele Fixkosten anfallen. Der 40-jährige Familienvater mit Haus hat in der Regel höhere Fixkosten als ein Single, der noch zu Hause wohnt.
Bei beiden ist es aber wichtig, dass sie ihre Fixkosten überhaupt kennen, denn die meisten Personen tun dies eben nicht.
Zu den Fixkosten sollte man sich dann auch noch ein Budget für Freizeit, Shopping o.ä. setzen damit es nicht ausarten kann. Ich würde nie empfehlen die Fixkosten nur zu überschlagen. Gerade Sprit kosten, Lebensmittel und auch kleinere Beträge summieren sich sehr schnell auf und man hat ein paar hundert Euro mehr ausgegeben, als man dachte.
Deshalb würde ich jedem empfehlen und sei es nur für eine kurze Zeitspanne von 2-3 Monaten die App: MyMicroBalance (oder eine andere Haushaltsbuch App) zu installieren.


Ich nutze sie seit zwei Monaten und bin begeistert. Eine App hat einen riesigen Vorteil gegenüber Zettel und Stift, denn das Handy hat man immer dabei und so wird keine Ausgabe vergessen. Ansonsten weiß man oft schon nicht mehr, wie viel man jetzt wirklich beim Einkaufen ausgegeben hat oder man ist schlicht zu faul alles nachzutragen. Mit einer App kann man dies verhindern.
Mir war es wichtig, dass die App mehrere Personen nutzen können. Denn meine Frau sowie ich sollten beide Sachen eintragen können und es sollte alles auf die gleiche Liste kommen. Nur so kann man schauen wie viel man als Familie wirklich ausgibt.


Wie ich feststellen musste war dies nur bei wenigen Apps möglich. Und nach etwas testen sind wir dann bei Mymicrobalance hängen geblieben. Zur Zeit nutzen wir die kostenlose Version und bisher habe ich noch nichts vermisst und deshalb wird es wohl auch die kostenlose Version bleiben.


Die Kategorien sind frei erstellbar und so bekommt man am Monatsende einen tollen Überblick wo das ganze Geld hingegangen ist. Und es ist wirklich erstaunlich wie viel Geld gerade die kleinen Beträge ausmachen. Hier mal eine Kleinigkeit gegessen, dort mal einen Kaffee. Die Beträge können sich ganz schön aufsummieren. 
Deshalb würde ich wirklich jedem empfehlen ein Haushaltsbuch zu führen, wenn auch nur über kurze Zeit und sich dann Gedanken zu machen wie viel Geld man noch für Freizeit, Essen gehen usw. ausgeben will. Ich denke man sollte sich nicht kaputt sparen und auch genug Geld einplanen um das Leben zu genießen aber eben alles in maßen. Wenn man die genauen Zahlen hat, weiß man ja wie viel Geld man übrig haben sollte und kann das Geld, was zu viel ist zum investieren nutzen. 
Also einfach Dauerauftrag auf ein anderes Konto einstellen und dann eben direkt weiter zu P2P oder in den ETF.
Denkt immer daran direkt wenn ihr euer Gehalt bekommt das Geld zu überweisen und nicht erst am Monatsende. Denn sonst verfällt man vielleicht doch mal in einen kleinen Kaufrausch und all das schöne Geld ist weg. Aber wenn es nicht da ist, vermisst man es in der Regel eben auch nicht. Deshalb: Pay yourself first!

Hier der Post zu meinen Ausgaben: http://freimit45.blogspot.de/2016/11/ausgaben.html






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